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Aktuelle Informationen

Kölner Offenbach-Gesellschaft

Grußwort Armin Laschet

Kölner Offenbach-Gesellschaft erhält Innovationspreis KulturReiseLand NRW für „Musikpicknick von Jacques Offenbach in Schlössern und Parks im Offenbach-Jahr 2019”

  • Auszeichnung in der Kategorie „Veranstaltung und Programme” für regionale Vernetzung kultureller und touristischer Elemente, Einrichtungen, Partner und mittelstä¤ndische Betriebe.
  • Preisübergabe auf der ITB, Internationalen Tourismus Börse Berlin durch Tourismus NRW e.V.
  • YES WE CANCAN - Offenbach-Jahr 2019 präsentierte sich zum ersten Mal auf der ITB mit neuem Look und Logo. Kölner Oberbürgermeisterin Reker kündigte das Jubiläumsjahr am Gemeinschaftstand von Köln, Bonn und Düsseldorf an.

Köln - Die Kölner Offenbach-Gesellschaft wurde mit dem Innovationspreis KulturReiseLand NRW ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand im Rahmen der weltweit größten Reisemesse, der ITB Berlin 2018 innerhalb der Culture Lounge, der Kulturtourismushalle der Messe, statt. Das Offenbach-Jahr 2019 in Köln und Region präsentierte sich auch dort vom 07.03.2019 bis 11.03.2019. Claudia, Vorstand und Projektleiterin Offenbach-Jahr 2019, nahm den Preis stellvertretend entgegen.

Die Kölner Offenbach-Gesellschaft wird für ein Konzept ausgezeichnet, was die Förderung von Kunst und Kultur abseits der Metropolen stärkt. Unter dem Titel „Musikpicknick von Jacques Offenbach in Schlössern und Parks im Offenbach-Jahr2019” hat die Kölner Offenbach-Gesellschaft ein Konzept entwickelt, das in der Sommersaison 2019 über mehrere Wochenenden die Musik von Jacques Offenbach auch neuen Zielgruppen zugänglich macht. Darüber hinaus würdigte die Jury auch den Stadt-Umland Vernetzungsansatz zwischen Schlössern, Parks, Tourismusverbänden und Kommunen, sowie die Berücksichtigung von regionalen Produkten, durch Picknickkörbe, die online gebucht werden können.

p>„Die Auszeichnung ist ein herausragender Beleg dafür, dass wir mit unserer Kampagne Yes,we Cancan im Offenbach-Jahr 2019 den richtigen - weil offen und partizipativ - Ansatz gewählt haben. Mit dem Innovations-Projekt wollen wir aufzeigen, wie die Verbindung von Kultur und Tourismus abseits der üblichen Aufführungsorte verbessert werden kann”, sagte Claudia Hessel während der offiziellen Preisverleihung. Denn das sei gerade im Hinblick auf das nächste Jubiläum in der Rheinschiene, Beethoven 2020, ein wichtiger Ansatz für die touristische Verknüpfung kultureller Jubiläen.

Musik-Picknick in Schlössern und Parks der Region im Offenbach-Jahr 2019

Die Konzertreihe „Musikpicknick von Jacques Offenbach in Schlössern und Parks im Offenbach-Jahr2019” bietet in historischem Ambiente und wunderschönen Parkanlagen außergewöhnliche Konzerterlebnisse - ein musikalischer und kultureller Hochgenuss für jung und alt. Das Konzertpublikum ist in den Schlössern oder Parks der Region zu Gast. Dieser besondere Rahmen ermöglicht außergewöhnliche Konzerterlebnisse abseits der großen Konzerthäuser. Zu den wunderbaren Klängen von Jacques Offenbach in gemütlicher Picknick-Atmosphäre darf das Kulinarische nicht fehlen: Die Region präsentiert ihre regionalen Köstlichkeiten. Im Online-Shop können Besucher ihren Wunschkorb zusammenstellen und online bezahlen. 48 Stunden später nehmen sie den fertig und frisch gepackten Picknickkorb am Schloss in Empfang. Dann müssen die Gäste nur noch Ihren Lieblingsort im Schlosspark aussuchen und der Picknickspaß kann beginnen.

„Inspiriert durch das weltberühmte Bild von Édouard Manet,Musik im Tuileriengarten von 1862 mit Jacques Offenbach und anderen historischen Zeitgenossen, möchten wir die Region der Burgen und Schlösser und Parks zum 200. Jubiläum von Jacques Offenbach als kulturelles Highlight herausstellen”, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Kölner Offenbach-Gesellschaft, Franz Josef Knieps. Jacques Offenbach wurde 1819 in Köln geboren. Die Stadt Köln widmet ihm zum 200. Geburtstag ein großes Jubiläumsjahr.

KulturReiseLand NRW - neue Ziele im Kulturtourismus

Gemeinsam mit acht Landschafts-, Kultur- und Tourismusverbänden Nordrhein-Westfalens startet der Tourismus NRW e. V. mit dem Innovationsprogramm „KulturReiseLand NRW” das erste landesweite Förderprojekt für den Kulturtourismus in den Regionen. Ziel ist es, die Kulturinstitutionen mit den größten ungenutzten touristischen Potenzialen weiterzuentwickeln. Dafür werden die Kulturhighlights abseits der urbanen Zentren besser touristisch vermarktet, die Akteure, Reiseveranstalter und benachbarten Destinationshighlights besser vernetzt und so insgesamt die Wettbewerbsposition von NRW als erlebnisreiches Kulturreiseziel gestärkt. Coachings und Werbemaßnahmen sollen dabei die kulturellen Einrichtungen und Leitprodukte stärken. Mithilfe eines kulturtouristischen Wegweisers wird die nachhaltige und landesübergreifende Wirkung gesichert.


Offenbach-Jahr 2019

Das Offenbach-Jahr 2019 ist ein gemeinsam mit der Stadt Köln initiiertes Projekt. Es bündelt die zahlreichen Veranstaltungen der Sparten Musik, Theater, Tanz, Kunst und Literatur. Da auch andernorts in Deutschland Veranstaltungen zu Jacques Offenbach stattfinden werden, koordiniert die Kölner Offenbach-Gesellschaft diese unter einem großen Dach „Jacques-Offenbach-Jahr 2019”. In diesem Netzwerk schließen sich alle Institutionen und Veranstalter zusammen. Ziel ist es, die verschiedenen Aktivtäten im Offenbach-Jahr 2019 zu koordinieren und schließlich ein international beachtetes Kulturjahr zu Ehren des Komponisten ins Leben zu rufen. Das Offenbach-Jahr 2019 ist ein offenes Beteiligungsformat. Es wird gefördert von der Stadt Köln, dem Land NRW, der Regionalen Kulturpolitik, sowie der RheinEnergie.

 

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EIN ABEND ÜBER DAS POPULÄRE IN DER MUSIK POP-KULTUR

TERMINE: Do 16. November 2017
BEGINN: 19.00 Uhr
KARTEN: 15,00 € inkl. VRS-Ticket & VVK-Gebühren

MELODIEN FÜR MILLIONEN

Ein Streitgespräch zwischen dem Soziologen Hans-Joachim Giegel, der Moderatorin Claudia Hessel, dem Autor Thomas Höft u.a.
Es gibt Musik, die geht sofort ins Ohr und andere, die versteht man auch nach dem dritten Anhören nicht. Manche Lieder gefallen einer großen Masse, andere finden nur wenige Zuhörer. Warum ist das so? Kann man Hitqualität berechnen? Unsere Diskussionsrunde geht diesen Fragen nach - und stellt den Erfolg des großen Kölner Komponisten Jacques Offenbach in einen allgemeineren Zusammenhang.

SONGS TO MY VIOL

Ein Programm mit Singer/Songwriter Georg Kroneis
Dowland, Hume, Sting, sie alle singen und begleiten sich dabei auf ihrem Instrument, sei es Kontrabass, Laute oder Viola da Gamba. Georg Kroneis borgt sich ihre Lieder und bringt ein paar eigene mit.

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Mitglieder Karten für Offenbach/Bauturm

Zur Vorbereitung auf den 200. Geburtstag des Kölner Künstlers Jacques Offenbach im Jahr 2019 hat das „Theater im Bauturm” fünf Offenbach-Abende ins Programm aufgenommen. Michael Quast, liest, singt, tanzt und spielt fünf bekannte Operetten von Jacques Offenbach.

Für unsere Mitglieder der Kölner Offenbach-Gesellschaft haben wir mit dem Theater Sonderkonditionen für ermäßigte Karten ausgehandelt: Mitglieder erhalten für 13 EUR - regulär 19 EUR - eine Karte. Die Sonderkonditionen gelten nur für Mitglieder und nicht für deren Begleitpersonen. An der Kasse im Theater liegt eine Mitgliederliste vor. Rufen Sie einfach an und bestellen Sie am besten jetzt schon Ihre Karten für einen besonderen Offenbach-Abend.

Kartenbestellung Theater im Bauturm: 0221 524242

Wir wünschen viel Spaß bei den Offenbach-Abenden mit

  • Orpheus in der Unterwelt - 23. September 2017
  • Die schöne Helena - 18. November 2017
  • König Blaubart - 20. Januar 2018
  • Pariser Leben - 03. März 2018
  • Großherzogin von Gerolstein - 05. Mai 2018


Willkommen bei der Kölner Offenbach-Gesellschaft

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Jeder hat die Melodien von Offenbach im Ohr. Jeder kennt den schmissigen Cancan aus Orpheus in der Unterwelt oder die Barcarole aus Hoffmanns Erzählungen. Doch wer weiß schon, dass diese eingängigen Melodien von einem Kölner stammen? Dem Komponisten und Musikgenie Jacques Offenbach. Als „Vater der Operette” machte er in Paris, der Stadt der Musik, Karriere. Seine Heimat Köln vergaß er aber nie. In der Karnevalsstadt entdeckte und formte sich sein außergewöhnliches Talent. Leider schenkte Köln seinem berühmtesten Sohn bislang zu wenig Beachtung.

Jacques Offenbach wurde am 20. Juni 1819 in Köln am Großen Griechenmarkt geboren. Das einzige, was in seiner Heimat daran erinnert, ist der Offenbach-Platz. Dort stand früher die Synagoge, in der sein Vater Kantor war. Und sonst? Offenbar hat sich in den Köpfen der Menschen noch keine rechte Verbindung zwischen „Köln” und „Offenbach” verankert. Dabei ist Offenbach wie ein Geschenk an die Stadt. Ein Geschenk, das noch gar nicht richtig ausgepackt wurde.

Rossini nannte ihn den "Mozart der Champs-Élysées". Offenbach war der am schnellsten arbeitende Musiker aller Zeiten. Nur er verstand es, Rhythmus und Melodien eingängig miteinander zu verbinden; dazu kam sein sicheres Gespür für pikante Situationen sowie seine Vorlieben für Zynismus und bissige Satire. Trotz seiner großen Erfolge, litt er darunter nur als Operettenkomponist abgestempelt zu sein. Mit seinem Abschiedsgeschenk „Hoffmanns Erzählungen” ging sein Traum von einer Oper in Erfüllung. Leider erlebte er die frenetisch gefeierte Premiere nicht mehr. Er starb am 5.10.1880 mit 61 Jahren in Paris, bevor er seine erste Oper „Les Contes d'Hoffmann” fertigstellen konnte. Kaum einer weiß, dass Jaques Offenbach schätzungsweise 650 Werke hinterlassen hat, aber nur ein Viertel davon überhaupt bekannt ist. Obwohl seine Werke zu den meistgespielten Stücken an Opernhäusern weltweit zählen, ist er der meist unterschätzte Komponist.

Seit Dezember 2015 gibt es die „Kölner Offenbach-Gesellschaft e.V.”. Viele Kölner Persönlichkeiten zählen zu den Gründungsmitgliedern, darunter die beiden Kölner Alt-Oberbürgermeister Jürgen Roters und Fritz Schramma. Die Kölner Offenbach-Gesellschaft e.V. ist ein gemeinnütziger Verein. Er wurde gegründet mit dem Ziel, ein angemessenes Andenken der Werke von Jacques Offenbach in Köln zu etablieren.


Willkommen bei der Kölner Offenbach-Gesellschaft

1819 - 2019
200 Jahre Jacques Offenbach

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2019 - Yes we Cancan - wir entdecken den Kölner Jacques Offenbach

Köln ehrt 2019 das Genie der Leichtigkeit - Jacques Offenbach wird 200 Jahre alt! Ein Komponist, den jeder musikalisch kennt, der Maßstäbe in der Musik gesetzt hat: Er kombinierte Kunst UND Unterhaltung. Die Eintrittskarte für Jedermann. Seine Musik hat Witz und Charme, Unsinn wie Tiefsinn, sie ist voller Einfallsreichtum, eleganter Leichtigkeit und berührt die Menschen heute genauso wie vor 200 Jahren. Die Musikwelt in Deutschland und Frankreich und darüber hinaus wird dieses Jubiläum feiern. Und natürlich müssen der Komponist und sein Werk auch und gerade in seiner Heimat Köln gewürdigt werden. Aber wie? Jacques Offenbach wurde zwar in Köln geboren. Doch es gibt wenig, was in seiner Heimat daran erinnert. Da ist der Offenbach Platz. Dort stand früher die Synagoge, in der sein Vater Kantor war. Und sonst? Hier beginnt unsere Entdeckungsreise. Denn Jacques Offenbach ist wie ein Geschenk an die Stadt. Ein Geschenk, das noch gar nicht richtig ausgepackt wurde.

2019 - Eine Stadt entdeckt den verloren Sohn

Jeder hat Melodien von Offenbach im Ohr. Jeder kennt den schmissigen Cancan aus Orpheus in der Unterwelt oder die Barcarole aus Hoffmanns Erzählungen. Doch kaum einer weiß, dass diese bekannten Melodien von einem Kölner stammen. Als „Vater der Operette” machte Jacques Offenbach Karriere in Paris, der Stadt der Musik. Dort wurde er zu einem Weltstar des 19. Jahrhunderts. Aber in Köln bildete sich sein außergewöhnliches Talent. Mit sieben Jahren lernt er Geige, hier entdeckt mit neun Jahren seine Leidenschaft für das Cello. Noch als Kind erlebt er die Anfänge des Kölner Karnevals. Beim Kölner Theatermusiker und Karnevalskomponisten Bernhard Breuer erhält er Unterricht. Gemeinsam mit seinen Geschwistern und dem Vater zieht er durch die Gaststätten der Kölner Altstadt und Caféhäuser. Sie spielen Tanzmusik, um Geld zu verdienen. Mit 14 Jahren verlässt er Köln, zieht nach Paris und in die Welt, um sein Talent zu entfalten.

Jacques Offenbach hat hunderte Werke hinterlassen, aber nur ein Bruchteil davon ist heute bekannt. Es ist Zeit für eine Entdeckungsreise ins Leben eines Künstlers, der uns Kölnern mit der viel zitierten Mentalität viel ähnlicher ist, als wir denken. Offenbach ist wie Köln: offen, lebendig und immer wieder im Widerstand gegen die Obrigkeit. Das ist es doch, was wir Kölner mögen: Wenn etwas gegen den Strich gebürstet wird.

2019 - Die Stärke von Köln: Anders machen

Schon allein deshalb muss unser Andenken an Jacques Offenbach in Köln anders werden als üblich. Natürlich braucht es Qualität, Vielfalt, Ungewöhnliches und Überraschung. Aber nicht mit Eliten-Glamour und Elfenbeintürmen. Das passt nicht zu Köln und seinen Menschen. Zugegeben, eine Opernpremiere in einem fertigen neuen Haus wäre ein schönes Zeichen gewesen, aber gerade weil es das nicht geben wird, brauchen etwas anderes: Mehr Ideen. Mehr Mut. Mehr Miteinander. Etwas, was unserer Stadt Köln wieder das Gefühl des Gelingens verleiht, das ihr in der jüngeren Vergangenheit immer wieder abhanden gekommen ist. Setzen wir auf „Alle Miteinander” statt auf „Jeder Seins”. Zeigen wir gemeinsam unsere Talente und unsere Vielfalt. Gehen wir auf Entdeckungsreise und entwickeln wir alle zusammen Leidenschaft und Begeisterung für einen Musiker und seine Kunst. Betten wir den 200. Geburtstag dieses Sohnes der Stadt in ein weit über Köln hinaus sichtbares, offenes Beteiligungsformat. Feiern wir ein Offenbach-Fest in seiner Geburtstagswoche und lassen alle daran teilhaben. Offenbach für Jedermann.

2019 - Das Offenbach-Jahr Köln, Region, Paris

Neue Orte der Musik, neue Vernetzung aller Akteure und neue Wege der Unterhaltung. Unterhaltung als Form eines Dialogs zwischen scheinbar unüberbrückbaren Geschmäckern, Ansprüchen und Genres. Mit und durch Jacques Offenbach als musikalischen und kulturellen Brückenbauer. Gerade im EU-Wahljahr 2019 bietet der deutsch-französische Jacques Offenbach genug Potential für eine Auseinandersetzung auch im europäischen Kontext. Jacques Offenbach war ein Wanderer zwischen den Welten, gefeiert und gedemütigt, als Jude, als Deutscher, als Franzose. Von Zeiten, die Heil suchten und Unheil fanden, von lauten und leisen Tönen, von Nationen und Revolutionen. Von all dem wird unser Jubiläumsjahr erzählen. Und nicht nur in den etablierten Kölner Musiksälen, sondern auch in der Freien Szene, auf den Plätzen, in den Schulen, im Alltag, im Dom, in der Rheinschiene und der Region - für und mit allen von Köln bis Paris, die zuhören oder mitmachen mögen. Unser Jubiläum bietet die Chance, nicht nur Offenbachs Kreativität und Erbe erfahrbar zu machen, sondern sich zusammenzuschließen und gemeinsam zum Gelingen beizutragen. Das Miteinander als Kulturprojekt. Yes we Cancan.

Jacques Offenbach braucht uns nicht. Aber wir brauchen seinen Witz mit Tiefgang, seine Schärfe in der Leichtigkeit, seine Musik und seine Gabe, das Glück im Widerspruch zu finden. Gerade jetzt. 2019 ist unser Offenbach-Jahr in Köln, in der Region und in Paris - ein Geschenk für alle. Wir gehen auf Entdeckungsreise. Kommen Sie mit?


Die Kölner Offenbach-Gesellschaft stellt sich vor

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Franz-Josef Knieps

„Es gab bislang keinen Kölner Verein, der das musikalische Erbe von Offenbach ehrt. Das wollen wir mit unserer Gesellschaft ändern. Es wäre schön, wenn Köln 2019 zu Offenbachs 200. Geburtstag das "Offenbach-Jahr" ins Leben rufen würde. Damit dieser außergewöhnliche Musiker eine angemessene Würdigung findet.”

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Prof. Hans-Georg Bögner

„Halle und Händel, Salzburg und Mozart, Bonn und Beethoven - die Reihe der Städte, die die Söhne ihrer Mauern gebührend ehren und feiern ist lang. Die Tatsache, dass Jacques Offenbach am 20. Juni 1819 in Köln geboren wurde, hier seine Kindheit verbrachte und als erfolgreicher Komponist, Theatermacher und Cellovirtuose immer wieder zu Gast in Köln war, findet zu wenig Beachtung. Dieser Umstand hat mich seit Jahren geärgert. Als ich mit verschiedenen Menschen in dieser Stadt darüber ins Gespräch kam stellte ich eine Begeisterung für eine Offenbach-Pflege fest. Gleichzeitig spürte ich auch ein völliges Unverständnis über das Fehlen einer Kölner Offenbach-Gesellschaft. Seit Dezember 2015 gibt es eine in Köln. Sie wird gewiss schnell wachsen und von sich reden machen.”

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Lorenz Deutsch

„Ich finde es ganz erstaunlich, dass Köln sich nicht schon längst um Jacques Offenbach gekümmert hat. Als Pariser Komponist hat er große musikalische Kunst mit Witz, Komödie und Satire verbunden und ist eigentlich unser Heinrich Heine. Er verdient eine neue Würdigung in der Musik des 19. Jahrhunderts und passt ganz hervorragend zu Köln.”

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Karin Reinhardt

„Die Gründung der Kölner Offenbach Gesellschaft ist für das kulturelle Leben eine weitere Bereicherung und macht wieder mal deutlich, wie vielfältig sich Kölner Bürgerinnen und Bürger engagieren. Das Leben und Wirken von Jaques Offenbach ins Bewusstsein der Stadt zu rücken, dazu möchte ich gerne beitragen.”

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Claudia Hessel

„Mit der Musik von Jacques Offenbach bin ich in Köln groß geworden. Meine verstorbene Tante war Opernsängerin und brachte uns Kindern die klassische Musik näher. Die schmissigen Melodien von Jacques Offenbach gefielen uns natürlich am besten. Umso mehr freue ich mich, dass ich nun dazu beitragen kann, das Andenken an Jacques Offenbach am Leben zu halten. Für mich auch ein Stück Heimat mit schönen Kindheitserinnerungen.”

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Thomas Höft

„Unter den großen Töchtern und Söhnen Kölns nimmt Jacques Offenbach einen herausragenden Platz ein. Für mich ist er nicht nur mit Abstand der fantastischste, hinreißendste Komponist der Domstadt, sondern einer der bedeutendsten Komponisten überhaupt. Sich um ihn in Köln zu kümmern, auch wenn er seine großen Erfolge in Paris feierte, ist überfällig.”

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Jürgen Roters

„Wir setzen uns für die Würdigung des aus Köln stammenden Komponisten Jacques Offenbach ein. Sein reichhaltiges Schaffen soll einem breiten Publikum vertraut gemacht werden. Zudem wollen wir helfen, die Spuren, die er hier in Köln hinterlassen hat, aufzuarbeiten und einer breiten Öffentlichkeit verständlich zugänglich zu machen.”

Unterstützer und Freunde der Kölner Offenbach-Gesellschaft e.V.

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Susanne Laugwitz-Aulbach

„Die Gründung einer Kölner Offenbach-Gesellschaft war längst überfällig, insofern begrüße ich diese von bürgerschaftlichem Engagement getragene Initiative sehr. Zudem freut es mich, dass die Werke Jacques Offenbachs zur Aufführung kommen und das umfangreiche Schaffen dieses außergewöhnlichen Komponisten in seiner Geburtsstadt gepflegt und gewürdigt wird. Ich wünsche der Kölner Offenbach-Gesellschaft alles Gute für die Zukunft und viel Erfolg bei ihren Unternehmungen!”

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Dr. Mario Kramp

„Was für ein Leben, was für ein Komponist! Vom „Köbeschen” zum „Jaques”: schon seine Namen verweisen auf seine Kölner Herkunft, seinen Humor und seinen Schwung. Einer, der seine Kölner Wurzeln nie vergessen hat, aber auch einer, der weit über die Grenzen der Stadt und der Nationen hinaus dachte und wirkte, mitten in seinem geliebten Paris. Jaques Offenbach ist die Verkörperung des „Boulevard Europa”. So einen in Köln zu würdigen und zu feiern ist angebracht und tut gut. Heutzutage erst Recht!”

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Fritz Schramma

„Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, für ein angemessenes Andenken an Jacques Offenbach in Köln zu sorgen. Wir wollen die die Aufführung seiner Werke fördern und für die Aufarbeitung und Verbreitung seiner Werke eintreten. Dabei stehen nicht nur die bekannten Stücke im Vordergrund. Auch viele, weniger bekannte, aber nicht minder wertvolle Werke gibt es zu entdecken.”


Der Mozart des Domplatzes

Über die dringende Notwendigkeit einer Kölner Offenbach-Pflege

Das ist schon eine wirkliche lustige und wirkliche traurige Geschichte mit dem großen Jacques Offenbach: Er erfand ein ganz eigenes musikalisches Genre, das ihn weltberühmt und reich machte: die Operette. Das Publikum liebte ihn, Kollege Rossini nannte ihn gar den „Mozart der Champs-Élysées”, und um Einfälle war der Meister nie verlegen. Doch wirklich ernst genommen, wirklich geachtet zu werden, das gelang Jacques Offenbach zu Lebzeiten nicht. Ja, er verlor schließlich sogar sein Theater, er verlor sein Vermögen, als sich die Zeiten änderten und statt Weltläufigkeit der Nationalismus zum neuen Ideal wurde. Der Kölner Jude Offenbach konnte und wollte da nicht mithalten. Und so endete sein Leben so tragisch, wie es zuvor glücklich gewesen war.

Kölner Kind

Jakob Offenbach stammt aus Köln, aber leider halten sich die Kölner das heute nicht wirklich zu Gute, dabei entspricht der Komponist doch so ganz dem, was sie sich unter dem echten „rheinischen Frohsinn” nur zu gerne auf die Fahnen schreiben. In einer Abwandlung von Rossinis Zitat sollte man ihn den „Mozart des Domplatzes” nennen. Tatsächlich erlebte der junge Jakob, der als siebtes von zehn Kindern seiner Eltern in der Domstadt aufwuchs, seine musikalische Prägung in den Wirtshäusern der Stadt. Denn dort spielte sein Vater Isaac zur Unterhaltung auf. Eigentlich hatte Isaac Buchbinder gelernt, war aber hochmusikalisch. Als Kantor der jüdischen Gemeinde genoss er einen hohen Ruf, und in den Gasthäusern Kölns war er ein willkommener Musikant. Seinen eigentlichen Familiennachnamen „Eberst” hatte er in „Offenbach” geändert, aus dieser Stadt war die Familie vom Main an den Rhein gezogen. Seine Kinder erhielten schon früh eine musikalische Ausbildung und zogen schon von klein auf mit dem Vater spielend und singend durch die Kneipen. Dabei war Jakob nicht das einzige talentierte Kind, sein älterer Bruder Julius stand ihm in nichts nach.

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Aus Jakob wird Jacques

Auch Julius bekam einen Platz am Konservatorium - er reüssierte später als Violinist und Dirigent. Und die Brüder französisierten bald ihre Vornamen in Jacques und Jules, denn Antisemitismus war in Paris ein verbreitetes Übel. Aber das Studieren war beiden sehr schwer, denn die Brüder mussten sich alleine durchschlagen, hatten kaum Einkommen. So spielte Jacques immer öfter zur Unterhaltung auf wie in Köln, nur dass es diesmal in die Varietés und zwielichtigen Etablissements der Seine-Stadt ging. Dort hatte der junge Mann bald Erfolg, und je begehrter der Cellist als Abendunterhalter wurde, je häufiger man ihn auch in die großen Salons einlud, wo er mit seinem virtuosen Cellospiel begeisterte, desto weniger vermochte ihn das akademische Studium noch zu fesseln. Die Walzer und die Polka, die Rossini-Salonbearbeitung und die Celloduos im heutigen Programm verweisen auf diese wichtige Periode im Schaffen des Komponisten. Schließlich warf Offenbach, ohne einen Abschluss zu machen, das Studium ganz hin.

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Pariser Idol

Auf dem freien Markt entdeckte der junge Jacques Offenbach bald auch die Theater der Stadt. Als Cellist wurde er in verschiedenen Orchestern angeheuert und bald darauf auch mit der Einstudierung und schließlich mit der musikalischen Leitung von Stücken betraut. 1850 schließlich avancierte er zum Kapellmeister der Comédie-Française, ein rasanter Aufstieg. Doch für Jacques Offenbach war das nicht genug. 1855 war die Weltausstellung in Paris zu Gast, und Offenbach spielte auf volles Risiko: Der Theatervirus hatte den jungen Mann völlig erfasst. So gründete er das „Théâtre des Bouffes-Parisiens”, investierte fast sein ganzes Geld, heuerte die brillantesten Geister der Komödie an und ein paar wenige hinreißende Schauspieler und plante sein erstes Programm. Der Theatermarkt der Stadt Paris war streng geregelt. Es gab nicht nur eine Zensur, der jedes Stück vorgelegt werden musste, sondern auch gnadenlose Regeln zur Besetzung, die nur ein ganz kleines Ensemble und wenige Musiker gestatteten. Offenbach machte diese Einschränkungen zur Tugend und lieferte mit dem kurzen Einakter „Les deux Aveugles”, „Die beiden Blinden”, einen fantastischen Erfolg ab, der dank der internationalen Besucher bald durch die Hauptstädte Europas kolportiert wurde. Und als drei Jahre später „Orpheus in der Unterwelt” mit dem bestürzend frivolen Can-Can herauskam, war Offenbach der Komponist der Stunde. Seine Werke wurden in zahllosen Städten nachgespielt, Offenbach entwickelte sich zum Operettenunternehmer mit einer geradezu abenteuerlichen Produktionsdichte. Stück folgte auf Stück, Erfolg auf Erfolg, obwohl oder vielleicht gerade weil er mit seinen fantastischen Librettisten Ludovic Halévy und Henri Meilhac die bigotte Wirklichkeit des 2. Kaiserreichs unter Napoleon III. bissig und anklagend, entlarvend und schonungslos aufs Korn nahm.

Die Großherzogin von Gerolstein

1867 war der Zenit des Erfolges erreicht, als „La Grande-Duchesse de Gérolstein” Premiere hatte und zahllose gekrönte Häupter Europas der Premiere beiwohnten. Vieles kam zusammen, um diesen Erfolg zu begründen und die Premiere zur glanzvollsten in Offenbachs Leben zu machen. Da war zuerst seine ‚Großherzogin‘ Hortense Schneider. Eigentlich hatte die singende Schauspielerin aus Bordeaux mit dem gewissen Etwas im Alter von kaum 31 Jahren der Bühne schon den Rücken gekehrt, da konnte sie ihr alter Maestro doch noch einmal zur Rückkehr in sein Varieté-Theater bewegen. Es war ein glanzvolles Comeback, gesäumt von Rollen, die ganz auf ihre Fähigkeiten zugeschnitten waren: die schöne Helena, Boulotte im ‚Blaubart‘ und schließlich - als Krönung - die Großherzogin. Die Schneider war selbst eine Femme fatale - auf der Bühne wie im Leben. Ganz Paris lag ihr zu Füßen, und das bedeutete 1867: die Welt. Wer hier herzhaft lachte, war selbst der Düpierte. Eben jene Fürsten deutscher Kleinstaaten, deren Militarismus und absolutistisches Gebaren mit der Großherzogin des Eifelstädtchens Gerolstein durch den Kakao gezogen wurden, fanden sich zur Weltausstellung in Scharen in Paris ein. Natürlich besuchten sie Offenbachs Varietés und amüsierten sich. Sie erst kreierten die Erfolgswelle, auf der Offenbachs Großherzogin schwamm - nicht zuletzt deshalb, weil ‚La Schneider‘ mit einigen der gekrönten Häupter (und nicht nur mit diesem ihrer Körperteile) skandalträchtige Liaisons begann.

Offenbachs Ende

Doch mit diesem Höhepunkt begann auch Offenbachs Stern zu sinken. Die politische Krise zwischen Frankreich und Preußen, die sich zum Krieg 1870/71 zuspitzte, brachte den Künstler zwischen alle Fronten. Von den Franzosen als „deutscher Spion” diskreditiert, von den Deutschen als „Vaterlandsverräter” gebrandmarkt, wurde ihm seine Internationalität zum Verhängnis. Das Publikum folgte ihm nicht mehr, der Bankrott war kaum noch zu verhindern. Und schwer krank hatte Offenbach nicht mehr die Kraft, das Ruder noch einmal herumzureißen. Über dem Versuch, mit der phantastischen Oper „Hoffmanns Erzählungen” den Fachwechsel zur großen Oper zu schaffen, stirbt der Meister und hinterlässt eine der schönsten Opern der Musikliteratur als Fragment.

Thomas Höft ist Direktor des Zentrums für Alte Musik Köln und arbeitet als Autor und Regisseur. Seine Stücke wurden u.a. an der Wiener Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin, der Komischen Opern Berlin und bei den Bregenzer Festspielen uraufgeführt. Seit 1994 ist er zudem Dramaturg der styriarte Graz, des Festivals um Nikolaus Harnoncourt.

Chronologie Jacques Offenbach

1798

In Köln gilt das fortschrittliche französische Gesetz, Juden und Protestanten sind ab jetzt gleichberechtigt. In Köln lassen sich erstmals wieder Juden nieder.
Der Vater Offenbachs, Issac Ben-Juda Eberst, stammt aus Offenbach und wird nach seiner Herkunft benannt. Er siedelt sich in Deutz an und heiratet dort Marianne Rindskopf.

1815

Köln und das Rheinland werden preußisch. Die Situation der Juden verschlechtert sich erneut.

1816

Isaac Offenbach zieht mit der Familie nach Köln und arbeitet als Caféhausgeiger, Musiklehrer und Kantor an der Synagoge.

1819

Am 20. Juni wird Jakob, genannt „Köbeschen”, am Griechenmarkt als zweiter Sohn geboren.

1825

Isaac Offenbach wird Vorbeter an der Kölner Synagoge. Jakob erhält Cello- und Violinenunterricht.

1830

Familie Offenbach hat sieben Kinder. Drei treten gemeinsam in Kölner Gasthäusern auf: Jakob als Cellist, Julius als Geiger und Isabella als Pianistin.

1833

Vater Isaac reist mit Jakob und Julius nach Paris. Sie leben in einer Mansarde in der Rue des Martyrs. Jakob wird von Luigi Cherubini am Konservatorium als Schüler aufgenommen.

1834

Der Vater zieht zurück nach Köln. Jakob verlässt das Pariser Konservatorium nach einem Jahr.

1835

Jakob wird Cellist im Orchester der Opéra Comique bis Winter 1837/38 und erhält Kompositionsunterricht bei Fromental Halévy.

1837

Jakob - der sich nun Jacques nennt wie auch sein Bruder Julius Jules - wird in Paris als Komponist von Tanzmusik bekannt. Im Jardin Turc werden seine Walzer gespielt.

1838

Der Komponist Friedrich von Flotow führt Jacques Offenbach und in die Pariser Salons ein, die Comtesse Madeleine-Sophie Bertin de Vaux fördert ihn.

1839

Offenbachs erstes musiktheatralisches Werk „Pascal et Chambord” wird am Palais Royal aufgeführt.

1840

Gemeinsame Konzerte mit seinem Bruder Jules. Jacques verzaubert als Cello-Virtuose die Pariser Salons und die Damenwelt. Tod der Mutter und seines Cellolehrers Alexander in Köln.

1841

Offenbach lernt Herminie d’Alcain kennen, ihr Schwiegervater ist Theaterdirektor und Konzertagent der Queen in London. Â&xnbsp;

1843

In Köln Konzerte, u. a. mit Franz Liszt, in Paris in der Salle Herz Uraufführung von „Le moine bourru” (Der unheimliche Mönch), Romanze „À Toi” für Herminie.

1844

Konzerte als Cellovirtuose in London und am Hof in Windsor. Offenbach heiratet Herminie und tritt deshalb zum Katholizismus über.

1846

Erfolgloser Versuch, „L’Alcôve” an der Opéra Comique aufzuführen.

1848

Revolution in Paris, dann in Deutschland und in Köln. Frankreich wird Republik. Offenbach reist nach Köln. Dom-Festkonzert, weitere Konzerte und Kompositionen für die „Bürgerwehr” in Köln.

1849

In Köln Aufführung von „L’Alcôve” unter dem Titel „Marielle oder Sergeant und Commandant”.

1850

Offenbach kehrt nach Paris zurück, wird Kapellmeister an der Comédie française und komponiert dort bis 1855 Schauspielmusik, u. a. „Fortunios Lied”

1852

Louis-Napoleon, Neffe Napoleons, ernennt sich zum Kaiser Napoleon III., bestätigt durch Plebiszit. Beginn des Zweiten Kaiserreichs und der Umgestaltung von Paris.

1853

Konzertante Aufführungen von Kompositionen Offenbachs in der Salle Herz und dem Théâtre des Variétés. Erfolglose Bewerbung als Direktor der Opéra.

1854

Erfolglose Bewerbung als Direktor des Théâtre-Lyrique. Offenbach denkt an eine Auswanderung in die USA.

1855

Weltausstellung in Paris. Durchbruch Offenbachs als gefeierter Komponist. Er erwirbt die Lizenz für das kleine Theater der Salle Lacaze in den Champs-Elysées, gegenüber dem Hauptgebäude der Weltausstellung: Dort am 5. Juli Eröffnung der Bouffes-Parisiens mit „Les deux Aveugles” (Die zwei Blinden), weitere sieben Uraufführungen. Am 29. Dezember Eröffung der Winterspielstätte der Bouffes-Parisiens im Theater in der Passage Choiseul mit „Ba-ta-clan”.

1856

Umbau des Theaters in der Passage Choiseul für die Bouffes-Parisiens. Zwölf Uraufführungen im eigenen Theater. Offenbach wird von Kaiserin Eugénie eingeladen, in der kaiserlichen Residenz der Tuilerien „Les deux Aveugles” aufzuführen. Er schreibt einen Einakter-Wettbewerb aus, den Georges Bizet und Charles Lecoq gewinnen. Im Wiener Carl-Theater unter Johann Nestroy wird seine Musik erstmals gespielt.

1857

Offenbach gastiert in London mit Aufführungen von elf Stücken der Bouffes-Parisiens in acht Wochen.

1858

Uraufführung von „Orphée aux Enfers” (Orpheus in der Unterwelt) am 21. Oktober in den Bouffes-Parisiens, Durchbruch der „Offenbachiade” (schwungvolle Parodien mit satirischer Kritik an der Elite des Zweiten Kaiserreichs), eine Pressekampagne gegen Offenbach heizt den Erfolg weiter an. Erstes Gastspiel der Bouffes auch in Deutschland, Beginn der Offenbach-Mode in Wien. Offenbach verbringt wegen rheumatischer Beschwerden den Sommer erstmals in Bad Ems, dem mondänen Kurort und Treffpunkt der europäischen Hautevolee, wo in den folgenden Jahren zahlreiche Werke entstehen und aufgeführt werden.

1859

Drei Uruáufführungen, u. a. „Geneviève de Brabant” (Genovefa von Brabant).

1860

Offenbach wird französischer Staatsbürger. Im Sommer Tournee in Brüssel. Aufführungen des „Orpheus” in Wien und Hamburg und Vorstellung für Napoleon III. Sein Ballett „Le Papillon” wird an der Pariser Opéra, seine komische Oper „Barkouf” an der Opéra Comique aufgeführt - mit mäßigem Erfolg.

1861

Offenbach dirigiert Operetten in Wien, Uraufführungen in den Bouffes-Parisiens, u.a. „La Chanson de Fortunio”. Im Sommer Tournee in London. Offenbach wird von Napoleon III. unterstützt und Ritter der Ehrenlegion. Er baut in Etretat in der Normandie seine Sommerresidenz „Villa Orphée” aus.

1862

Offenbach macht Konkurs und übergibt die Direktion der Bouffes-Parisiens an Alphonse Verney, behält aber bis 1865 die künstlerische Leitung. Das Theaterprivileg wird gelockert, mehr Darsteller und Akte genehmigt. Im Sommer Tournee in Brüssel. Geburt seines Sohnes Auguste.

1863

Drei Uraufführungen im Sommer in Bad Ems, u. a. „Lischen und Fritzchen”, Uraufführungvon „Die Schwätzerin von Saragossa” in Wien.

1864

Uraufführung der „Rheinnixen” in Wien, weitere Uraufführungen in Bad Ems und den Bouffes-Parisiens. Höhepunkt ist der grandiose Erfolg von „La belle Hélène” (Die schöne Helena) im Théâtre des Variétés.

1865

„La belle Hélène” in Wien, das Theater an der Wien verpflichtet Offenbach zu abendfüllenden Operetten.

1866

Uraufführung von „Barbe-bleu” (Blaubart) im Théâtre des Variétés. Erfolg mit „La Vie Parisienne” (Pariser Leben) im Palais Royal: nun spielt die Offenbachiade nicht mehr nur in der Antike (Orpheus, Helena) und dem Mittelalter (Genovefa) sondern auch im Paris der Gegenwart.

1867

Pariser Weltausstellung: Napoleon III. präsentiert das unter Baron Haussmann umgestaltete moderne Paris. Höhepunkt und beginnender Niedergang des Zweiten Kaiserreichs. Welterfolg Offenbachs mit „La Grande Duchesse de Gerolstein” (Die Großherzogin von Gerolstein) im Théâtre des Variétés mit der gefeierten Diva Hortense Schneider in der Titelrolle. Die gesamte europäische Elite spendet Beifall. Wiederaufnahme von „Pariser Leben”. Ganz Paris pfeift Offenbachs Melodien. Uraufführung zweier weiterer Opern in Bad Ems.

1868

„Le Château à toto” und „L�Île de Tulipatan” an den Bouffes-Parisiens und großer Erfolg mit „La Périchole” am Théâtre des Variétés.

1869

Silberne Hochzeit der Offenbachs. Erfolge mit „La Princesse de Trébizonde” (Die Prinzessin von Trapezunt) und „Les Brigans” (Die Räuber).

1870

Deutsch-Französischer Krieg. Niederlage und Gefangennahme Napoleons III. bei Sedan, Ausrufung der Republik. Offenbach wird von deutscher und französischer Seite angegriffen. Er verlässt Paris, bringt seine Familie nach Spanien in Sicherheit und reist selbst nach Italien und Österreich.

1871

Ausrufung des Deutschen Kaiserreichs in Versailles, Belagerung und Beschießung von Paris, Niederschlagung des Kommune-Aufstands, Kapitulation der Republik, Abtretung Elsass-Lothringens, Vertiefung der deutsch-Französischen „Erbfeindschaft”. Offenbach kehrt nach Paris zurück, die „Großherzogin von Gerolstein” wird verboten, er widmet sich der Umarbeitung und großzügigeren Ausstattung von „Pariser Leben”, „Orpheus” und anderer Stücke. In London wird seine Musik immer beliebter, in Paris teils angefeindet.

1872

„Le Roi Carotte” (König Mohrrübe) und „Fantasio”. Pressekampagnen gegen Offenbach

1873

Offenbach übernimmt das Théâtre de la Gaïté.

1874

Am Théâtre de la Gaïté neuere, erweiterte Fassungen des „Orpheus” und der „Périchole” am Théâtre des Variétés, „Madame l’ Archiduc in den Bouffes-Parisiens.

1875

Die neue Fassung von „Genovefa” und die Uraufführung von „Le voyage dans la lune” („Die Reise zum Mond” nach Motiven von Jules Verne) am Théâtre de la Gaïté können den Misserfolg nicht abwenden: Offenbach macht pleite und muss das Theater verkaufen. Aufbruch zu einer Tournee in die USA.

1876

Offenbach gastiert in amerikanischen Städten und auf der Weltausstellung in Philadelphia, der finanzielle Erfolg rettet ihn. Rückkehr nach Paris.

1877

Offenbach beginnt die Arbeit an seiner Oper „Les Contes d’Hoffmann” (Hoffmanns Erzählungen).

1878

Weltausstellung in Paris. Keine Uraufführung Offenbachs. Charles Lecoq und Johann Strauß überflügeln ihn. Offenbachs Librettisten Henri Meilhac und Ludovic Halévy arbeiten nun für die Konkurrenz.

1879

Uraufführung von „La fille du Tambour-major” und von „La Marocaine”. Hauskonzert mit Querschnitt durch die noch unvollendete Oper „Hoffmanns Erzählungen”.

1880

Offenbach, schwer erkrankt, zieht sich nach Saint-Germain-en-Laye zurück, um an seiner Oper zu arbeiten. Er stirbt am 5. Oktober. Große Trauerfeier in der Pariser Kirche La Madeleine, Beisetzung auf dem Montmartre-Friedhof. Offenbachs Sohn beauftragt Ernest Giraud mit der Vollendung von „Hoffmanns Erzählungen”.

1881

Uraufführung von „Hoffmanns Erzählungen” an der Pariser Opéra Comique, dann auch in Wien. Sie wird ein großer internationaler Erfolg.

Mitgliedschaft

Wir freuen uns über interessierte Menschen, die als Mitglied der Kölner Offenbach Gesellschaft e.V. das Leben und Wirken des Kölner Komponisten Jacques Offenbach angemessen würdigen wollen. Besonders willkommen sind uns solche, die unsere Gesellschaft aktiv mit ihren Ideen und ihrem Engagement unterstützen möchten.
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Mehr zu Jacques Offenbach

Weiterführendes zu Jacques Offenbach :

Bei Wikipedia können Sie online einen ersten Überblick zu Leben und Werk finden: https://de.wikipedia.org/wiki/Jacques_Offenbach

Im Musikverlag Boosey & Hawkes erscheint die Offenbach-Edition Keck, die derzeit vermutlich am besten informierten Ausgaben von Werken des Komponisten: http://www.offenbach-edition.de/

Im Kölner Verlag Dohr sind einige Werke des Komponisten in fundierten Ausgaben erschienen, dazu findet hier auch wissenschaftliche Literatur zu Offenbach eine Plattform: http://www.dohr.de/autor/offenbach.htm

Offenbachiana - gerade auch solche, die heute nicht mehr publiziert zu erhalten sind - finden sich in öffentlichen Bibliotheken, allen voran die Bibliothèque nationale in Paris (http://catalogue.bnf.fr/) und die Österreichische Nationalbibliothek in Wien (https://search.onb.ac.at)

http://imslp.org/wiki/Category:Offenbach,_Jacques - frei verfügbare Noten

Online finden sich auch interessante Videos zu Offenbach, etwa bei Youtube der frei verfügbare Film "Offenbachs Geheimnis" von Oscar-Preisträger István Szabó mit den beiden kompletten Einaktern "Die beiden Blinden" und "Ritter Eisenfraß": https://www.youtube.com/watch?v=ZocmyOgqeOc

(Die Linkliste wird laufend ergänzt werden.)

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